| Rundgang durch Mauerkirchen....... | ||
| Pfarrkirche | ||
| Das
größte Wahrzeichen von Mauerkirchen ist die Pfarrkirche mit
ihrem 72 Meter
hohen Turm. Die mächtige Kirche wurde nach dem
großen
Brand von 1865 im neugotischen Stil wiedererrichtet. Auch die Einrichtung
ist neugotisch. Nur der Turm stammt bis zum
Glockengeschoß noch von
1507.
Mauerkirchen erhielt seinen Namen von der ersten gemauerten Kirche, die der Überlieferung nach, schon im Jahre 912 erbaut wurde. Weil damals gemauerte Kirchen eine Seltenheit waren, benannte man eben den Ort bei der gemauerten Kirche in Mauerkirchen. Im Mittelalter war Mauerkirchen ein bedeutender Wallfahrtsort. So befanden sich auch bis zum Brand von 1865 zwei Reiterstatuen, die von einem Herzog gestiftet wurden, in der Pfarrkirche. Die Reiterstatuen werden als Motiv beim neuen Ortsbrunnen verwendet, der vor der Schule errichtet wurde. Damit soll die Erinnerung an die einstigen Reiter in der Kirche erhalten bleiben (siehe auch nachfolgende Darstellung). |
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| Evangelische Erlöserkirche | ||
| Da
die Heimatvertriebenen fast ausschließlich evangelisch waren, erbauten
sie inmitten ihres neuen Siedlungsgebietes die Erlöserkirche. Nach einer einjährigen Bauzeit
wurde sie 1960 feierlich eingeweiht.
Erbaut wurde sie nach den Plänen von Architekt Hans Schihan, der selbst evangelisch war und später Bürgermeister von Mauerkirchen wurde. |
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| Heiligen Geistkirche | ||
| An
der, Richtung Mattighofen führenden, Hl. Geistgasse
liegt die Ende des 16. Jahrhundert erbaute Hl. Geistkirche, die der Straße
auch den Namen gab. Hinter der schlichten Fassade verbirgt sich ein Schmuckkästchen
von Mauerkirchen. Die wertvolle Einrichtung stammt aus mehreren Stilepochen.
Zwei bedeutende Mauerkirchner, der Stukkateur Johann Michael Vierthaler und der Maler Johann Georg Reischl schufen am Anfang des 18. Jahrhunderts den schönen Stuck, bzw. die Deckengemälde. In dem der Kirche angebauten Haus wurden bis in das vorige Jahrhundert arme und kranke Arbeiter versorgt. Es hieß deshalb das Armenhaus. Heute sind dort Gemeindewohnungen untergebracht. |
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| Wächterhaus | ||
| Hoch
über dem Markt, auf dem Buchberg, steht das Wächterhaus, das
ebenfalls zu den Wahrzeichen des Marktes zählt. Der turmähnliche
Bau, der aus dem 16. Jahrhundert stammt, gehörte einst zur Abwehranlage
des Mattigtales. In diesem Haus wohnte der Nachtwächter, der von hier
aus den ganzen Markt überblicken konnte, um bei einem Brand sofort
Alarm zu geben. Zum letzten Mal wurde übrigens im Jahre 1920 ein Nachtwächter
eingestellt.
Heute verbringen hier jedes Jahr einige Jugendgruppen der Pro Juventute Kinderdorfvereinigung ihre Ferien. |
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| Vierthalerhaus | ||
| Nahe dem Wächterhaus befindet sich das sogenannte Vierthalerhaus. In diesem Haus wachsen bei einer Pflegefamilie Kinder auf. Erbaut wurde das Vierthalerhaus im Jahre 1958 und es wurde nach dem bedeutenden Pädagogen und Waisenhausvater Franz Michael Vierthaler benannt. Dieser wurde im Jahre 1758 in Mauerkirchen geboren und war ein Enkel des Stukkateurs Johann Michael Vierthaler. | ||
| Marktplatz – Schremshaus | ||
| Der Marktplatz von Mauerkirchen ist ein typischer Straßenplatz der Inn-Salzach-Gegend. Das schönste Haus am Marktplatz ist das Haus des Uhrmachermeisters Alfons Schrems. Der schöne Stuck, der die Fassade ziert, stammt aus der Hand des schon genannten Johann Michael Vierthaler, aus dem Jahre 1734. | ||
| Tieftrunk – Reischlhaus | ||
| Am Obermarkt befindet sich am Haus des Friseurmeisters Tieftrunk eine Gedenktafel für den bedeutenden Heimatdichter Joseph Reischl, der in Mauerkirchen geboren wurde und in diesem Haus lebte. Reischl wurde besonders durch sein Gedicht ' s´Mattigtal' bekannt und verstarb in diesem Haus im Jahre 1892. | ||
| Rathaus | ||
| Etwa
gegenüber des Reischl-Hauses befindet sich das Mauerkirchner Rathaus.
Es wurde wahrscheinlich im Jahre 1395 erbaut, nachdem den Mauerkirchnern
im Jahre 1373 das Marktrecht bestätigt wurde.
Im Erdgeschoß ist eine schöne gotische Halle mit Säulen und Kreuzrippen erhalten. An der Fassade sehen wir das Marktwappen, das neben der Kirche auch die bayrischen Hoheitszeichen zeigt. Es erinnert daran, dass das Innviertel bis zum Jahre 1779 zu Bayern gehörte. |
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| Bezirksgericht | ||
| Wenn man vom Rathaus weiter den Markt hinauf geht, kommen wir gleich zu einem mächtigen Gebäude, dem Bezirksgericht. Mauerkirchen war schon seit etwa 1430 Sitz eines Landgerichtes vom 'Niederen Weilhart'. Das heutige Gebäude kam erst Anfang des 19. Jahrhundert in Staatsbesitz. Im Jahre 1865 zündete ein Brandstifter die Holzhütte im Hof des Bezirksgerichtes an. Der Brand griff rasch um sich und so fielen ihm der halbe Obermarkt sowie die Pfarrkirche und das Schloß Spitzenberg zum Opfer. | ||
| Öller – Wildmeister | ||
| Gegenüber
dem Bezirksgericht befindet sich der Gasthof Öller. In diesem Haus
war bis in das 19. Jahrhundert die Wild- und Forstverwaltung für den
Kobernaußerwald und für den Lachforst. Am Eingang befindet sich im Portal ein Oberlichtgitter aus der Zeit, als hier noch der sogenannte Wildrichter amtierte. |
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| Schloß Spitzenberg | ||
| Geht
man neben dem Gasthof Öller die Schloßgasse hinauf, kommt man zum Schloß Spitzenberg. Oft ging dieses Schloß in Flammen auf. Nach dem großen Brand von 1865 wurde es erst wieder im Jahre 1917 aufgebaut. Zu den bedeutendsten Besitzern von Schloß Spitzenberg zählte Dr. Friedrich Mauerkircher, der 1485 als Bischof von Passau starb. Die Reste der Ringmauer, die man noch entlang der Schloßgasse sehen kann, stammen noch aus der Zeit, als Bischof Mauerkircher Besitzer war. |
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| Kaiser Joseph Park | ||
| Gleich neben der Kirche befindet sich der Kaiser Joseph Park. Hier sehen wir eine Bronzestatue des Reformkaisers Joseph II. auf einem Granitsockel. Unter Joseph II. kam das Innviertel von Bayern zu Österreich. Das Denkmal wurde gegen Ende des 19. Jahrhundert von den Mauerkirchner Bürgern aufgestellt. |
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| Marktbrunnen mit Reiterstatuen | ||
| Bis
zum Kirchenbrand vom 17. Juni 1865 standen in der Mauerkirchner Pfarrkirche
zwei lebensgroße Reiterstatuen. Die Reiter stellten den Stifter,
Heinrich I. und den Feldhauptmann Rasso von Andechs dar. Alte Aufzeichnungen
berichten von einer Inschrift, die sich neben den Reitern befand. Dieser
Inschrift zufolge, soll im Jahre 948 König Heinrich I. nach einer
erfolgreichen Ungarnschlacht zwei Reiterstatuen aus Bronze zu Ehren 'unserer
lieben Frau' nach Mauerkirchen gestiftet haben.
Diese Statuen wurden beim Kirchenbrand 1297 zerstört und durch Gußsteinstatuen ersetzt, welche beim Marktbrand 1865 vernichtet wurden. Der im Jahre 1990 errichtete Marktbrunnen soll mit dieser Darstellung an die Geschichte erinnern. |
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| Schulen | ||
| An der Stelle der heutigen Volks- und Hauptschule befand sich bis zum Jahre 1939 der Mauerkirchner Pfarrhof. Am 1. September 1939, genau an dem Tag, als der 2. Weltkrieg ausbrach, wurde mit dem Schulbau begonnen. Gegen Ende des Krieges war im Schulbereich ein Lazarett eingerichtet. Das Schulgebäude wurde zweimal erweitert, zuletzt von 1977 bis 1980, als auch der große Turnsaal erbaut wurde. | ||
| Christophorus-Statue | ||
| An der Brunnbachbrücke im Untermarkt befindet sich eine schöne, vom bekannten Bildhauer Rupert Rothböck geschaffene Christophorus-Statue mit Kind. | ||
| Florianikapelle in Biburg | ||
| In Erinnerung an die schwerwiegenden Hochwasserkatastrophen in Mauerkirchen und Biburg wurde in den Jahren 1991/1992 in Biburg - an der Mattig - diese Florianikapelle errichtet. |
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| Steinskulptur von Franz Frauenlob | ||
| Seit Juli 2001 bearbeitete der Bildhauer Franz Frauenlob, auf Einladung der Kulturinitiative Mauerkirchen, im Josefspark eine Steinskulptur. Der Stein, ein sogenannter Karstmarmor aus Dalmatien, mit einem Gewicht von ca. 5,5 Tonnen, stammt vom ehemaligen Südbahnhof in Wien und wurde vom Künstler gestiftet. Die Arbeit ist 'zweiseitig' angelegt, wobei sich der Charakter der Skulptur im Umschreiten kontinuierlich in sein Gegenteil wandelt. Um der Form Dynamik zu verleihen, bezog der Künstler spitzwinkelige Dreiecke und Trapeze in sein Gestaltungskonzept mit ein. Der Stein bietet so beim Umschreiten verschiedene interessante Perspektiven. Die Skulptur ist am Buchberg aufgestellt. |
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| Bilder: |
Heft `Mauerkirchen-Pfarrgeschichte-Kirchenführer` |
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